Was der Qualifikationszeitraum von 90 Tagen im Schweizer Casino tatsächlich bedeutet
Wer in der Schweiz nach einem «freie 90 tage qualifikationszeitraum casino» sucht, stösst zuerst auf die Lizenzliste: Zehn Online-Casinos betreiben ihr Spiel als Ausgleich der landbasierten Spielbank, und nur dieser sechs gilt sie. Der Qualifikationszeitraum von 90 Tagen, auf den sich der Suchbegriff bezieht, betrifft vor allem die Aufhebung einer Spielsperre: Wer sich freiwillig sperren lässt, kann die Sperre frühestens nach drei Monaten wieder aufheben lassen, und auch nur dann, wenn der ursprüngliche Sperrgrund nicht mehr besteht. Was das für Boni, Einzahlungen und Auszahlungen bedeutet, ist die eigentliche Frage hinter dem Stichwort, und die hat mehr mit dem Geldspielgesetz zu tun als mit einem einzelnen Bonusversprechen.

Stand: 30 Oktober 2026; geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Casinos.
Inhaltsverzeichnis
- Das Grundprinzip: Warum der Qualifikationszeitraum existiert
- Die Rechtslage in der Schweiz
- Spielerschutz: Was die 90 Tage konkret auslösen
- Die zehn lizenzierten Online-Casinos im Vergleich
- Was die einzelnen Anbieter an Spielerschutz bieten
- Bonus und Einzahlungsgrenzen: Was die 90 Tage NICHT freischalten
- Auszahlungswege und Zahlungsmethoden
- Wie lange dauert die Bonusdurchspielphase?
- Wer sollte wo spielen?
- Was passiert auf ausländischen Seiten?
- Steuern und Gewinne: Was die Spieler wissen müssen
- Was die Zukunft bringt: Lizenz-Liste und Marktentwicklung
- Häufige Fragen zum 90-Tage-Qualifikationszeitraum
Das Grundprinzip: Warum der Qualifikationszeitraum existiert
Die 90 Tage sind keine Erfindung der Online-Casinos. Sie stehen im Geldspielgesetz (BGS), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist und den Spielerschutz in der Schweiz neu ordnet. Eine Spielsperre, die jemand gegen sich selbst beantragt, gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz und seit dem 7. Januar 2025 auch in Liechtenstein. Wer sie aufheben will, muss drei Monate warten; selbst dann geht es nur, wenn die Person nachweisen kann, dass der Grund für die Sperre entfallen ist.
Das ist der eine Pol des Themas. Der andere ist die Frage, was während dieser Zeit mit dem Spielerkonto passiert: Einzahlungslimits, Verlustlimits, Erinnerungsfunktionen und die Möglichkeit, Spielpausen zwischen 15 Minuten und sechs Monaten festzulegen. Wer sich also für 90 Tage qualifiziert, weil er später eine Sperre aufheben will, durchläuft ein Verfahren, das seine Spielgewohnheiten während dieser Zeit sichtbar macht. Das ist kein Bonuszeitraum, sondern eine Schutzphase.
Wer den Begriff «freie 90 tage qualifikationszeitraum» wörtlich nimmt und einen Casino-Bonus ohne Umsatzbedingungen erwartet, liegt falsch. Die 90 Tage beziehen sich auf die Sperrlogik, nicht auf einen kostenlosen Bonus. Was Anbieter wie Jackpots, Mycasino oder Pasino unter einem «Willkommensbonus» verstehen, hat eigene Regeln, und die sind in jedem Haus anders.
Die Rechtslage in der Schweiz
In der Schweiz darf nur eine landbasierte Spielbank mit einer eidgenössischen Konzession ein Online-Casino betreiben, und zwar als Ausgleich dieser Konzession. Eine eigenständige Online-Lizenz gibt es nicht. Wer ohne diese Erweiterung Geldspiele im Internet anbietet, macht sich nach Art. 86 BGS strafbar: Die Seite landet auf der Sperrliste der ESBK und wird per DNS gesperrt. Für den Spieler heisst das: Auf einer ausländischen Seite spielt er ohne Schweizer Schutz, und Gewinne aus einem nicht konzessionierten Angebot sind bereits ab dem ersten Franken einkommensteuerpflichtig.

Die Aufsicht teilt sich auf: Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) beaufsichtigt die Online-Casinos und die landbasierten Spielbanken, während Gespa (bis 2020 Comlot) Lotterien und Sportwetten überwacht. Beide Stellen greifen durch, wenn ein Anbieter gegen das Werbeverbot von Art. 74 BGS verstösst: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, keine Minderjährigen ansprechen und keine gesperrten Personen adressieren. Eine fixe gesetzliche Einzahlungs- oder Einsatzobergrenze gibt es allerdings nicht, und die Sozialkonzepte der Häuser setzen die individuellen Limits an der wirtschaftlichen Situation des Spielers an. Ohne Unterlagen oder bei unzureichenden finanziellen Verhältnissen wird die Person gesperrt, das schreibt das Sozialkonzept vor, nicht der Anbieter.
Die Zehn, die auf der ESBK-Liste stehen, sind die einzigen legalen Adressen: Mycasino, Admiral, Casino777, StarVegas, Swisscasinos, Casineo, Pasino, Jackpots, Swiss4Win und 7melons. Jeder dieser Anbieter trägt den Namen seines terrestrischen Pendants im Hintergrund, und das schlägt sich in den Bonusregeln, den Auszahlungswegen und dem Spielerschutz nieder, den das Haus anbietet.
Spielerschutz: Was die 90 Tage konkret auslösen
Drei Monate sind im Geldspielgesetz der Mindestzeitraum, in dem eine Sperre Bestand hat. Das bedeutet: Wer sich heute selbst sperrt, kann frühestens am 91. Tag einen Antrag auf Aufhebung stellen, und auch dann nur, wenn er nachweist, dass der Sperrgrund weggeblich ist. Bei Mycasino verlangt die freiwillige Spielsperre eine Kopie eines gültigen amtlichen Ausweisdokuments, also Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis, und diese Identitätsprüfung ist im Schweizer Markt keine Ausnahme, sondern Pflicht.

Während dieser Phase laufen die Schutzinstrumente weiter. Jackpots erlaubt ein selbst gewähltes Einzahlungslimit für einen bestimmten Zeitraum, etwa ein wöchentliches Limit von CHF 50.-. Die Spielpause lässt sich zwischen 15 Minuten und maximal sechs Monaten festlegen, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewählte Spielkategorien. Mycasino legt noch eine Schicht drauf: Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, einen Selbsttest und die Möglichkeit von Spielpausen und freiwilliger Spielsperre. Die Identitätsprüfung ist nicht nur ein Bürokratie-Akt, sondern Voraussetzung dafür, dass diese Werkzeuge überhaupt greifen: Ohne verifiziertes Konto weiss das Haus nicht, wer da spielt, und kann auch niemanden sperren.
Was oft übersehen wird: Die Sperre wirkt über das einzelne Haus hinaus. Eine Sperre bei einem konzessionierten Anbieter gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz. Wer glaubt, durch einen Wechsel zu einem anderen ESBK-lizenzierten Casino der Sperre zu entkommen, irrt sich. Seit dem 7. Januar 2025 deckt die Sperre auch Liechtenstein ab.
Die zehn lizenzierten Online-Casinos im Vergleich
| Anbieter | Konzession (terrestrisch) | Online seit | Spielerschutz-Hinweise |
|---|---|---|---|
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | Verlangt mit dem ESP Ausweis für Spielsperre |
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | — |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 | Keine Einzahlungsgebühren |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | — |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | — |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | — |
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 | — |
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | Spielpause bis 6 Monate möglich |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | — |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | — |
Die Spalte «Spielerschutz-Hinweise» greift nur die Punkte auf, die in den jeweiligen Hilfeseiten ausdrücklich stehen. Ein Bindestrich bedeutet, dass die verfügbaren Quellen keine darüber hinausgehende Auskunft geben. Was die Tabelle nicht zeigt, aber entscheidend ist: Jedes dieser Häuser unterliegt demselben BGS-Rahmen, und das Sozialkonzept jedes Hauses ist von der ESBK genehmigt. Die Unterschiede liegen im Detail, nicht im Schutzstandard.
Casineo ist mit einem Online-Startdatum vom 17.03.2026 der jüngste Eintrag in der Liste und gleichzeitig das Haus, bei dem die Mindesteinzahlung mit CHF 10.- am unteren Rand des Marktes liegt. Admiral, das Casino Mendrisio ins Netz bringt, ist seit dem 16.07.2025 online und damit das zweitjüngste Angebot. Wer ein gewachsenes Haus mit langer Online-Geschichte sucht, landet bei Mycasino (seit 2019), Casino777 (seit 2019) oder Jackpots (seit 2019). Die Dauer der Online-Geschichte sagt nichts über die Qualität des Angebots, aber sie ist ein Indiz dafür, wie lange ein Haus seine Plattform unter realer Last betreibt.
Was die einzelnen Anbieter an Spielerschutz bieten
Jackpots verlangt für die Willkommens-Freespins eine Mindesteinzahlung von CHF 100.-, vergibt sie nur auf ausgewählten Spielen und gibt dem Spieler mit der Spielpause bis sechs Monate ein Werkzeug, das über die gesetzliche Mindestdauer der Spielsperre hinausgeht. Die Umsatzbedingung für Boni beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb eines Monats. Das Sozialkonzept umfasst ein individuell festlegbares Einzahlungslimit und die Spielpause zwischen 15 Minuten und sechs Monaten.
Mycasino.ch gewährt 200 Freispiele im Willkommenspaket, die je CHF 0.10 wert sind, keiner Umsatzbedingung unterliegen und 72 Stunden nach Erhalt gültig sind. Der Einzahlungsbonus (100% auf die erste Einzahlung bis CHF 300.-) muss innerhalb von 30 Tagen 35-mal umgesetzt werden, eine Frist, die einen Monat kürzer ist als die Sperrfrist. Für die freiwillige Spielsperre verlangt das Haus einen amtlichen Ausweis, ein Verfahren, das die Wirksamkeit der Sperre sichert, aber auch Hürden aufstellt.
Casino777 erhebt keine Einzahlungsgebühren und akzeptiert eine breite Palette an Zahlungsmethoden: Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung. Die fehlende Gebühr ist ein Vorteil, der sich bei häufigen Einzahlungen summiert, und sie gehört zu den wenigen konkreten Unterschieden, die ein Anbieter im Markt offen ausweist.
Pasino.ch und Swiss4Win setzen die Mindesteinzahlung auf CHF 10.-, was den Einstieg für Spieler mit kleineren Budgets erleichtert. Pasino.ch fällt zusätzlich mit einer Mindestauszahlung von CHF 0.01 auf, ein Wert, der de facto bedeutet, dass Spieler jeden Restbetrag auszahlen lassen können, ohne auf eine Mindestschwelle warten zu müssen. Admiral.ch wiederum bedient eine breite Palette an E-Wallets: Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und TWINT, eine Auswahl, die der Grundausstattung des Marktes entspricht.
7melons akzeptiert PostFinance mit einem Höchstbetrag von CHF 100’000.- pro Transaktion, was das Haus für High-Roller mit PostFinance-Bezug interessant macht; gleichzeitig liegt die Mindesteinzahlung auch hier bei CHF 10.-, und die regulären Methoden umfassen TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard.
Bonus und Einzahlungsgrenzen: Was die 90 Tage NICHT freischalten
Der Begriff «freie 90 Tage» weckt Erwartungen, die das BGS nicht einlöst. Was die Anbieter unter einem Willkommensbonus verstehen, hat eigene Regeln: Bei Jackpots sind es bis zu CHF 2’200.- und 200 Freespins auf die ersten vier Einzahlungen, mit einer 30-fachen Umsatzbedingung bei Spielautomaten und einer 300-fachen bei Tischspielen. Bei Mycasino.ch sind es 100% bis CHF 300.- plus 200 Freespiele, umzusetzen 35-mal innert 30 Tagen.
Die Rechnung zeigt, was die Bonusbedingungen tatsächlich kosten. Nehmen wir das Mycasino-Paket als Beispiel: Wer den vollen Bonus von CHF 300.- aktiviert, muss CHF 10’500.- umsetzen (300 mal CHF × 35), und zwar innert 30 Tagen. Bei einem durchschnittlichen Spielautomaten-Einsatz von CHF 1.- pro Spin entspricht das 10’500 Spins oder rund 14,6 Stunden ununterbrochenem Spiel. Diese Zahl ist eine statistische Schätzung über viele Spins unter der Annahme, dass ausschliesslich der Bonusbetrag umgesetzt wird; sie sagt nichts über Gewinne oder Verluste einer einzelnen Sitzung.
Beim Jackpots-Willkommensbonus, der eine 30-fache Umsatzbedingung vorsieht, sieht die Bandbreite anders aus. Wer den maximalen Bonus von CHF 700.- auf der ersten Einzahlung (100% bis CHF 700.-) aktiviert, muss CHF 21’000.- umsetzen, was bei einem Einsatz von CHF 1.- pro Spin 21’000 Spins oder ungefähr 29,2 Stunden Spielzeit bedeutet. Die zweite bis vierte Einzahlung erhöht die Gesamtsumme auf bis zu CHF 2’200.-, und mit jeder Stufe wächst der Umsatz entsprechend.
Die Bandbreite ist breit: Ein Spieler, der nur den Mindestbonus von CHF 10.- bei Mycasino aktiviert, setzt CHF 350.- um, was bei einem 1-Franken-Einsatz rund 350 Spins oder etwa 29 Minuten Spielzeit bedeutet. Ein Spieler, der den vollen Jackpots-Bonus über alle vier Einzahlungen mitnimmt, bewegt sich im Bereich von mehreren zehntausend Spins, ein Volumen, das nur in mehreren Sitzungen realistisch zu erreichen ist und den Aktivierungszeitraum eines Monats zur echten Hürde macht.
Was viele Spieler nicht auf dem Schirm haben: Die Freespins sind nicht frei. Bei Mycasino.ch sind die 200 Freispiele zwar keiner Umsatzbedingung unterworfen, aber sie sind 72 Stunden gültig, was bedeutet, dass der Spieler sie in einem engen Zeitfenster nutzen muss. Bei Jackpots sind die Freespins an eine Mindesteinzahlung von CHF 100.- gebunden und nur auf ausgewählten Spielen einlösbar, eine Einschränkung, die den Wert der Drehungen an die Spielerwahl koppelt.
Auszahlungswege und Zahlungsmethoden
| Anbieter | Einzahlungsmethoden | Auszahlungsdauer | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Jackpots | TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Bank, Apple Pay, Paysafecard | 1–2 Werktage (Bank) | Auszahlung nur auf CH Bank-/Postkonto |
| Mycasino.ch | — | 1–3 Werktage | Mindestauszahlung CHF 10.- |
| Admiral.ch | Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay, TWINT | — | — |
| Casino777.ch | Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card, Bank | — | Keine Einzahlungsgebühren |
| StarVegas | Visa/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon, paysafecard | — | Mindesteinzahlung CHF 10.- |
| Swisscasinos | Visa, Mastercard, Diners Club, Discover, TWINT, Apple Pay, PostFinance, paysafecard, Bank | — | — |
| Casineo | TWINT, Kreditkarten, PostFinance | — | Mindesteinzahlung CHF 10.- |
| Pasino.ch | Twint, Apple Pay, Visa, Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller, Skrill, Bank | — | Mindestauszahlung CHF 0.01 |
| Swiss4Win | TWINT | Sofort (TWINT) | Mindesteinzahlung CHF 10.- |
| 7melons | TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance, Paysafecard | — | PostFinance bis CHF 100’000.- |
Die Spalte «Besonderheiten» greift nur Punkte auf, die in den Quellen explizit stehen. Die Lücken sind kein Versehen, sondern das Ergebnis der verfügbaren Datenlage: Nicht jeder Anbieter legt seine Auszahlungsdauer offen, und die genauen Bearbeitungszeiten variieren je nach Methode. Was die Tabelle zeigt, ist das Grundgerüst: TWINT ist in fast allen Häusern verfügbar, Kreditkarten und PostFinance gehören zur Standardausstattung, und E-Wallets wie Skrill und Neteller finden sich vor allem bei Admiral.ch und Pasino.ch. Kryptowährungen sind im ESBK-lizenzierten Markt generell kein Thema.
Die Banküberweisung ist bei Jackpots ausdrücklich die langsamste Methode: 1 bis 2 Werktage, bis der Betrag auf dem Spielerkonto verfügbar ist. Wer schnell an Gewinne kommen will, wählt TWINT oder eine Wallet, sofern das Haus diese anbietet. Die Auszahlung bei Jackpots erfolgt ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lauten muss, eine Auflage, die Geldwäscherei verhindert und bei ausländischen Konten oder Revolut-Karten eine Hürde aufstellt.
Mycasino erhebt weder für Einzahlungen noch für Auszahlungen Gebühren, was bei häufigen Transaktionen einen Unterschied macht. Casino777 erhebt keine Einzahlungsgebühren, ein Punkt, der im Direktvergleich mit Häusern, die Gebühren auf TWINT oder Karten erheben, ins Gewicht fällt. Swiss4Win wirbt explizit mit TWINT ohne Zusatzgebühren, eine Kombination, die das Haus für kleine Budgets attraktiv macht.
Wie lange dauert die Bonusdurchspielphase?
Die 90 Tage des Qualifikationszeitraums sind ein Sperrfrist-Mass, kein Bonusfrist-Mass. Die Bonusfristen liegen enger: Jackpots gibt einen Monat, Mycasino ebenfalls 30 Tage, Swisscasinos-Häuser variieren. Wer die Bonusdurchspielphase mit der Sperrfrist verwechselt, baut sich eine falsche Erwartung auf.
Ein Rechenbeispiel: Der Mycasino-Willkommensbonus (100% bis CHF 300.-) erfordert 35 Umsätze, also CHF 10’500.- bei voller Aktivierung. Bei einem typischen Slot-Einsatz von CHF 0.50 pro Spin sind das 21’000 Spins. Bei einem 5-Sekunden-Intervall pro Spin entspricht das rund 29,2 Stunden reiner Spielzeit, verteilt auf 30 Tage ergibt das etwa eine Stunde pro Tag. Wer regelmässig spielt, kommt in den Bereich, den die Bonusbedingungen verlangen; wer nur gelegentlich spielt, riskiert, dass der Bonus verfällt.
Bei Jackpots ist die Volatilität höher. Die 30-fache Umsatzbedingung bei Spielautomaten ist im Marktvergleich moderat, aber die Bindung an vier Einzahlungen und den maximalen Bonus von CHF 2’200.- über alle Stufen hebt das erforderliche Volumen deutlich an. Eine grobe Orientierung: Wer den Maximalbonus komplett durchspielt, bewegt sich im Bereich von mehreren zehntausend Spins, ein Volumen, das nur in mehreren Sitzungen realistisch zu erreichen ist und die Frist von einem Monat zur ernsten Hürde macht.
Diese Zahlen sind Schätzungen, keine Garantien. Sie beruhen auf der Annahme, dass ausschliesslich der Bonusbetrag umgesetzt wird, und sie rechnen nicht mit Gewinnen oder Verlusten aus dem Spiel. Wer beim Spielen gewinnt, kann den Umsatz schneller erreichen; wer verliert, zahlt drauf. Die Bandbreite ist also genau das: Eine Spanne, die zeigt, was die Bedingungen im günstigsten und im ungünstigsten Fall verlangen.
Wer sollte wo spielen?
Für Spieler, die einen Bonus ohne Umsatzbedingungen suchen, ist Mycasino die einzige Adresse im Markt: Die 200 Freispiele unterliegen keiner Umsatzbedingung, ein Faktum, das im ESBK-Markt einmalig ist. Allerdings sind sie 72 Stunden gültig, was eine schnelle Nutzung erfordert.
Für Spieler mit kleinen Budgets, die viele kleine Einzahlungen tätigen, sind die Häuser mit Mindesteinzahlung CHF 10.- interessant: Casineo, Pasino.ch, Swiss4Win, StarVegas und 7melons. Casineo ist seit März 2026 der jüngste Anbieter und hat noch keine lange Historie; Pasino.ch fällt zusätzlich mit der extrem niedrigen Mindestauszahlung von CHF 0.01 auf, was für Spieler mit kleinen Restbeträgen den vollständigen Cashout ermöglicht.
Für Spieler, die auf Gebühren achten, sind Casino777.ch und Mycasino.ch die besseren Adressen: Beide erheben keine Einzahlungsgebühren. Casino777.ch legt die Palette der Zahlungsmethoden offen (Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card, Bank) und nimmt keine Gebühren auf Einzahlungen. Swiss4Win.ch wirbt explizit mit TWINT ohne Zusatzgebühren.
Für Spieler, die mit Kryptowährungen zahlen wollen, gibt es im ESBK-Markt keine Adresse. Wer auf Bitcoin oder Stablecoins angewiesen ist, muss auf eine ausländische Seite ausweichen, und das ist der Punkt, an dem der Spielerschutz endet.
Was passiert auf ausländischen Seiten?
Wer in der Schweiz auf einer nicht konzessionierten Seite spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Die ESBK führt eine Sperrliste, und Anbieter ohne ESBK-Konzession werden per DNS-Sperre blockiert. Das ändert nichts daran, dass VPN-Dienste die Sperre umgehen können, und die ESBK stellt klar, dass der Spieler nicht strafrechtlich verfolgt wird; er spielt aber auf eigenes Risiko.
Was verloren geht, ist konkret: Die Spielsperre gilt nur auf konzessionierten Seiten, der Sozialkonzept-Schutz ebenfalls. Gewinne ausländischer Anbieter sind in der Schweiz ab dem ersten Franken einkommensteuerpflichtig, anders als bei lizenzierten Häusern, wo Gewinne bis CHF 1’000’000.- (indexiert, etwa CHF 1,07 Millionen für 2026) steuerfrei sind und darüber 35% Verrechnungssteuer anfallen. Das Sozialkonzept, das Sozialkonzept eines Schweizer Hauses verlangt, schliesst Spieler mit unzureichenden finanziellen Verhältnissen aus, diese Prüfung existiert auf ausländischen Seiten nicht.
Wer trotzdem auf einer ausländischen Seite spielt, sollte wissen, was er aufgibt: Den Rechtsschutz im Streitfall, die Spielpausen, die Einzahlungslimits, die Identitätsprüfung, die steuerliche Behandlung. Die Werbung auf solchen Seiten verspricht oft Boni ohne Umsatzbedingungen oder besonders hohe Auszahlungslimits, aber das Versprechen wird durch den fehlenden Rahmen entwertet.
Steuern und Gewinne: Was die Spieler wissen müssen
In der Schweiz sind Gewinne aus einem konzessionierten Online-Casino bis CHF 1’000’000.- steuerfrei. Dieser Betrag ist indexiert; für 2026 liegt die Schwelle bei etwa CHF 1,07 Millionen. Liegt der Gewinn darüber, fällt auf den übersteigenden Betrag eine Verrechnungssteuer von 35% an (Art. 24 lit. ibis DBG). Gewinne ausländischer oder nicht konzessionierter Anbieter sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Die Faustregel ist einfach: Wer bei einem ESBK-lizenzierten Anbieter spielt, kann im Normalfall die Gewinne brutto behalten, solange er unter der Schwelle bleibt. Wer über die Schwelle kommt, muss den übersteigenden Betrag versteuern. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, muss jeden Gewinn versteuern, ein Unterschied, der bei hohen Gewinnen den Bruttobetrag merklich schmälert.
Für die Frage des Qualifikationszeitraums bedeutet das: Wer sich in einer Sperrphase befindet und auf einer ausländischen Seite spielt, umgeht nicht nur die Spielsperre, sondern nimmt auch die steuerlichen Nachteile in Kauf, und das ohne den Schutz des ESBK-Rahmens.
Was die Zukunft bringt: Lizenz-Liste und Marktentwicklung
Die Liste der zehn lizenzierten Anbieter ist nicht in Stein gemeisselt, aber sie ist eng: Die ESBK vergibt Konzessionen an landbasierte Spielbanken, und der Kreis dieser Häuser ist begrenzt. Casineo, das Casino Locarno online bringt, ist mit dem 17.03.2026 der jüngste Eintrag in der Liste und zeigt, dass die ESBK weiterhin Erweiterungen genehmigt. Admiral.ch mit Casino Mendrisio (seit 16.07.2025) ist das Haus, das die zweitjüngste Online-Geschichte hat. Beide Erweiterungen folgen dem Muster, das seit 2019 gilt: Eine terrestrische Spielbank erhält eine Erweiterung ihrer Konzession, das Online-Angebot geht an den Start.
Wer wissen will, ob ein neues Haus dazukommt, muss die ESBK-Liste beobachten. Die Liste wird auf der ESBK-Website öffentlich geführt; Änderungen werden dort veröffentlicht. Für Spieler heisst das: Die Auswahl bleibt klein, die Auswahl ist reguliert, und jeder neue Anbieter bringt ein terrestrisches Haus mit, das bereits Erfahrung im Betrieb einer Spielbank hat.
Die Tendenz, die sich abzeichnet: Die Online-Angebote der landbasierten Häuser werden technisch ausgereifter, die Spielauswahl wächst (Jackpots listet über 2’500 Spiele, Mycasino.ch über 3’000), und die Spielerschutz-Instrumente werden feiner. Was sich nicht ändert, ist die grundsätzliche Architektur: Nur wer eine terrestrische Konzession hat, darf online spielen, und nur wer diese Struktur erfüllt, ist legal.
Häufige Fragen zum 90-Tage-Qualifikationszeitraum
Was bedeutet «90 Tage Qualifikationszeitraum» im Schweizer Casino?
Der Qualifikationszeitraum von 90 Tagen bezieht sich auf die Aufhebung einer Spielsperre. Wer sich freiwillig sperren lässt, kann die Sperre frühestens nach drei Monaten aufheben lassen, und auch nur, wenn der Sperrgrund entfallen ist. Das Geldspielgesetz sieht diese Frist als Schutzphase vor.
Welche Schweizer Online-Casinos sind lizenziert?
Die ESBK listet zehn Anbieter: Mycasino, Admiral, Casino777, StarVegas, Swisscasinos, Casineo, Pasino, Jackpots, Swiss4Win und 7melons. Jedes dieser Häuser ist die Online-Erweiterung einer landbasierten Spielbank mit eidgenössischer Konzession.
Wie lange dauert eine Auszahlung bei einem Schweizer Online-Casino?
Die Dauer variiert nach Methode. Bei Jackpots dauert die Banküberweisung 1 bis 2 Werktage. Mycasino nennt 1 bis 3 Werktage für Auszahlungen, abhängig von Wochentag, Uhrzeit und Bank. TWINT-Einzahlungen werden sofort verbucht, etwa bei Swiss4Win.
Sind Gewinne aus Schweizer Online-Casinos steuerfrei?
Ja, Gewinne aus einem ESBK-lizenzierten Online-Casino sind bis CHF 1’000’000.- steuerfrei, für 2026 indexiert auf etwa CHF 1,07 Millionen. Über dieser Schwelle fällt auf den übersteigenden Betrag eine Verrechnungssteuer von 35% an. Gewinne ausländischer Anbieter sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Welche Zahlungsmethoden akzeptieren Schweizer Online-Casinos?
TWINT, PostFinance, Visa, Mastercard, Apple Pay, Paysafecard und Banküberweisung sind im Markt Standard. Admiral.ch und Pasino.ch bieten zusätzlich Skrill und Neteller. Swisscasinos akzeptiert Diners Club und Discover. Kryptowährungen sind im ESBK-Markt generell nicht verfügbar.
Kann ich in einem Schweizer Casino anonym spielen?
Nein. Die Identitätsprüfung ist im ESBK-Markt Pflicht. Für die freiwillige Spielsperre verlangt Mycasino.ch etwa eine Kopie eines amtlichen Ausweisdokuments. Anonymes Spiel ist auf konzessionierten Seiten nicht möglich.
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